Unsere Geschichte

Unsere Geschichte

Wir, die Flögelner Jäger, suchen schon seit Jahren die zu mähenden Wiesen der Landwirte vor der Mahrd nach Rehkitzen ab. Vor circa drei Jahren schlossen wir uns dann zusammen und beschlossen, die Landwirte bei ihrer Grasmahd mit einer Drohne zu unterstützen. Unsere Motivation dahinter - die frisch im Mai und Juni geborenen Rehkitze vor dem sicheren Tod durch das Mähwerk zu bewahren.


Schutz vor Fressfeinden

Die Kitze werden in den ersten Lebenswochen von ihrer Mutter vor allem in hohem Gras, zum Schutz vor Fressfeinden, versteckt. Dort sind die Kitze gut geschützt, da sie direkt nach der Geburt noch keinen eigenen Geruch besitzen. Dennoch ist das leider kein Schutz gegen den Menschen. Da die Kitze noch keinen Fluchtinstinkt besitzen, verharren sie so lange an der Stelle, an der die Mutter sie zurückgelassen hat, bis es zu spät ist. 


Anfangs noch zu Fuß mit unseren Hunden, suchten wir die Grasflächen vor der ersten Maht ab. Leider war diese Methode sehr zeitaufwendig, anstrengend und oft nicht von Erfolg, da es auch den Hunden oft nicht gelang, die Kitze durch den fehlenden Eigengeruch aufzuspüren. Es musste also viel Glück dazugehören, ein Rehkitz überhaupt zu finden. 


Es musste sich also etwas ändern. Wir informierten uns über mögliche Alternativen zur Kitzrettung im hohen Gras und entschieden uns dafür, mit Vergrämungsgeräten und einer Drohne zu arbeiten. Leider war das nicht so leicht getan, wie gesagt, denn beide Techniken sind mit hohen Anschaffungskosten verbunden. Also suchten wir das Gespräch mit den heimischen Landwirten und besprachen, was mit der Anschaffung einer Drohne und vor allem der dazugehörigen Wärmebildkamera, verbunden war. Zu unserer großen Freude, entschieden sich die Landwirte dazu, einen großen Teil der Kosten  zu übernehmen, sodass wir, die Jäger, nur noch den kleineren Teil stämmen mussten.


Die Drohne 

Im Juni 2021 war es dann endlich soweit! Wir besaßen eine eigene Drohne. Viel schneller als gedacht, meldeten sich viele Freiwillige, die einen Drohnenführerschein absolvieren wollten und sich bereitwillig dazu erklärten, uns bei der Kitzrettung zu unterstützen. 

Dennoch war das erste Jahr nicht unser erfolgreichstes, da der Sommer 2021, in dem wir die Drohne das erste Mal nutzten, sehr nass war. Die Mahd konnte erst spät beginnen und viele Kitze waren schon so groß, dass sie flüchteten, bevor wir sie festmachen konnten. Dennoch waren es in diesem Jahr immerhin acht Kitze, die wir retteten.


Wir nutzten den Sommer 2021 also vor allem für Übungsflüge und stellten fest, dass wir noch zusätzliche Akkus benötigten, um die Drohne länger in der Luft halten zu können. Auch äußerten unsere Landwirte schon nach dieser kurzen Zeit ihren Zuspruch für unsere Arbeit. Wir waren also auf dem richten Weg. Das machte sich auch bemerkbar an der steigenden Anzahl an Kitzen, die wir im 2022 festmachen konnten, genauso wie an den immer mehr werdenden Kitzrettern, die uns bei unserer Arbeit unterstützen wollten.


Vereinsgründung

Der Kreis der Freiwilligen wurde größer und wir optimierten unsere Fangmethoden. Anfangs noch versteckt unter einem einfachen Wäschekorb, entschieden wir uns in diesem Jahr dazu, die Rehkitze in einer extra dafür vorgesehenen Kitzretterbox vor der Mahd am Rand des Feldes abzulegen. Nicht nur geschützt vor dem riesigen Mähwerk, sondern auch weiter entfernt des Lärms, der mit den landwirtschaftlichen Geräten einhergeht. 


Nach all diesen Entwicklungen, war es für uns nur naheliegend, den nächsten Schritt zu gehen. Die Gründung des Kitzrettervereins Flögeln am 26.08.2023!